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White Ribbon WHITE RIBBON Kampagne Österreich

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Die White Ribbon Kampagne ist die international größte Bewegung von Männern, die sich für gewaltfreies Verhalten von Männern in Beziehungen einsetzt.

Vorschau: Gender Talk am 30.11.16

Von Wendehalsigkeit und Opportunismus: Gewaltdiskurse und Seximusdebatte in den Medien 2015-16

1.Bild: ©Steven Lücke: Männer in Röcken gegen sexistische Gewalt.an Frauen, Istanbul.

2.Bild: © DW/B.Conradis

 

 

Vortragende* : Dr.in phil. Birgit Wolf, Gender- und Anti-Gewaltforschung, freie Sozial- und Medienwisssenschaftlerin, Mitarbeiterin der Johanniter Flüchtlingshilfe, Vorstandsfrau im AÖF, Mitglied im European Network on Gender and Violence. Blog: genderview.wordpress.com; twitter: @birgitwolf

Datum: 30.11.16

Zeit: 19 Uhr

Ort: Depot, Breitegasse 3, 1070 Wien

Inhalt: 

Das Jahr 2015 war von heftigen Diskussionen und intensiver medialer Auseinandersetzung mit den Thema Sexismus und sexualisierter Gewalt gegen Frauen gekennzeichnet.

Die abfällig als "Po-Grapsch" Paragraph bzeichnete Reform des strafrechts löste heftige Debatten und Widerstand gegen die Reform aus.

Ganz anders das Jahr 2016, insbesondere seit jener Silvesternacht in Köln. das "Othering" und Kulturalisieren von Gewalt erlebt seither eine neue Hochsaison, miteingeschlossen die vermeintliche Enttabuisierung des fehlenden, dringend notwenigen Schutzes von Frauen und Mädchen vor sexuellen Übergriffen.

Gleichzeitig werden männliche Asylwerber als " Hormonbomben" bezeichnet, und eine ganze soziale Gruppe, jene der "islamischen" männlichen Geflüchteten gebasht.

Strukturelle Gewalt "ist in das System eingebaut und äußert sich in ungleichen Machtverhätlnissen", so der Friedensforscher Johan Galtung 1975.

Diese Machtarrangements können durch verschiedene medial vermittelte Diskurslinien aufgebrochen oder erhärtet werden, Sexismen und Rassismen erfahren druch bestimmte Diskurse Aufwind oder Aufklärung.

Strukturelle, in Mediendiskursen insbesondere diskursive und symbolische Gewalt, kumulieren, wenn es um Geschlecht, Kultur, Religions und Herkunft geht.

Geschlechtsbasierte Gewalt wird in Bezug auf weiße westliche Täter gerne bagatellisiert, geht es aber um nicht-westliche Täter, so ist eine politische, rassistische Instrumentalisierung beobachtbar.

Eine exemplarische Betrachtung einzelner Diskurslinien und Gewaltdeutungen.