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Patriarchale Rollenbilder aufbrechen: Simon Březina im neuen SOS-Mitmensch-Bericht

Wie lassen sich patriarchale und gewaltfördernde Rollenbilder bei Burschen frühzeitig verhindern? Ein neuer Bericht von SOS Mitmensch versammelt dazu die Erfahrungen und Lösungsansätze von Expert:innen aus Schulen sowie der Burschen- und Männerarbeit. Mit dabei ist Simon Březina, Projektleiter von White Ribbon Österreich.

Der 52-seitige Bericht zeigt mehr als 20 konkrete Maßnahmen auf. Dazu zählen soziales Lernen, das Sprechen über Gefühle und Konflikte, Gewaltpräventionsangebote, sexualpädagogische Workshops und die kritische Auseinandersetzung mit frauenfeindlichen Inhalten in sozialen Medien.

Prävention braucht ein starkes Umfeld

Simon Březina betont im Expert:inneninterview, wie entscheidend das soziale Umfeld für die Gewaltprävention ist:

„Wenn Schulen oder auch Arbeitgeber:innen eine Umgebung schaffen, wo Werte wie Rücksichtnahme, Verständnis, Wertschätzung wichtig sind, kann aggressives und gewaltvolles Verhalten nachhaltig reduziert werden.“

Darüber hinaus verweist er auf die konsequente Aufarbeitung von Gewaltvorfällen als zentralen Bestandteil wirksamer Prävention. Gewalt darf nicht ignoriert oder lediglich sanktioniert werden. Entscheidend ist, Vorfälle ernst zu nehmen, Verantwortung einzufordern und gemeinsam an Veränderungen zu arbeiten.

Der Bericht macht deutlich: Patriarchale Rollenbilder sind nicht unveränderbar. Burschen brauchen Räume, in denen sie Gefühle zeigen, Konflikte ohne Gewalt lösen und Männlichkeit jenseits von Härte, Dominanz und Abwertung erleben können.

Genau hier setzt die Arbeit von White Ribbon Österreich an. Männer und Burschen müssen Teil der Lösung sein. Gewaltprävention beginnt lange vor dem ersten Übergriff – mit Haltung, Bildung, Beziehung und klaren Grenzen.

Zum vollständigen Bericht von SOS Mitmensch

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